Seit 2009 braten wir in Herzberg Burger, backen unsere Brötchen selbst und schäumen Milchshakes auf. Das bleibt so. Aber wer amerikanische Küche ernst nimmt, kommt irgendwann an einer Stadt nicht vorbei: New Orleans.
Eine Küche, die aus allem etwas gemacht hat
In New Orleans trafen Franzosen, Spanier, Afrikaner und Kariben aufeinander – und jeder brachte mit, was er kannte. Daraus wurde die kreolische Küche: kräftig gewürzt, langsam gekocht, ehrlich. Sie gehört zu den Wurzeln dessen, was man heute Soul Food nennt.
Wer sich damit beschäftigt, stößt schnell auf Namen, die nach Abenteuer klingen: Gumbo, Jambalaya, Red Beans & Rice, der Po'Boy im knusprigen Brot, Beignets unter einer Wolke Puderzucker. Und fast immer beginnt alles mit denselben drei Zutaten – Zwiebel, Sellerie, Paprika. In New Orleans nennen sie das die „Holy Trinity“.
Gekocht wurde, was da war
Das Schönste an dieser Küche: Sie war nie vornehm. Gekocht wurde, was der Garten und der Markt hergaben. Montags standen die Bohnen stundenlang auf dem Herd, während gewaschen wurde. In der Fastenzeit kam in den Topf, was an Grünem wuchs.
Ob das vegan war oder vegetarisch, hat niemand gefragt. Es brauchte keinen Namen und kein Etikett. Es war einfach gutes Essen – so wie früher bei uns, wenn es Kartoffelsuppe gab oder Bohnen aus dem Garten.
Nicht nachmachen – sich damit auseinandersetzen
Wir hätten einfach ein paar Rezepte abschreiben können. Machen wir nicht. Wir lesen, probieren, verwerfen und probieren wieder. Und wir fragen uns bei jedem Gericht, was davon zu uns passt – zu Herzberg und zu einem Diner, in dem man sich wohlfühlen soll.
Fertig sind wir damit noch lange nicht. Das erste Gericht steht schon in den Startlöchern, andere sind gerade bei uns in der Küche auf dem Prüfstand, und manches wird es wohl nie über den Probierlöffel hinaus schaffen. So soll es auch sein.
Was dabei entsteht, ist kein Stück New Orleans zum Abfotografieren, sondern kreolische Küche mit Collard's-Touch: die Grundlagen von dort, die Handschrift von hier. Das Brot backen wir selbst, die Saucen setzen wir selbst an – wie bei allem, was bei uns auf den Teller kommt.
Neugierig geworden?
Was schon auf der Karte steht und was als Nächstes kommt, erfahren Sie bei uns am Tresen. Es wird würzig, es wird ehrlich, und es wird nach und nach mehr.
Unsere aktuelle Karte finden Sie hier.